Reaktion von Eisen mit Schwefel

Die Reaktion von Eisen mit Schwefel wird normalerweise mit Eisenpulver ausgeführt. Die hier beschriebene Variante lässt eine genauere Beobachtung der Energieumwandlung zu.



Geräte:

- Reagenzglas
- Reagenzglashalter
- Brenner

Chemikalien:

- Schwefel
- Eisenwolle (Stahlwolle)

Sicherheitshinweise:

Bei diesem Versuch können Schwefeldämpfe frei werden.

Durchführung:

In ein Reagenzglas werden etwas Schwefel und einige cm hoch Eisenwolle gefüllt.

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Das Reagenzglas wird nun am Schwefel erhitzt. Wenn der Schwefel verdampft ist, wird an der Eisenwolle erhitzt, bis die Reaktion einsetzt. Sobald der Schwefeldampf die Eisenwolle erreicht, setzt ein lauter Pfeifton ein![1]

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Man lässt abkühlen und schüttet das Reaktionsprodukt aus.

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Das Reaktionsprodukt fällt als glänzende Kugeln auf den Tisch. Es ist sehr spröde und kan bereits mit dem Fingernagel zerrieben werden. Beim Zerreiben entstehende glitzende Bruchstücke.[2]

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Auswertung:

Bei diesem Vesuch handelt es sich um eine chemische Reaktion, da sowohl eine Stoffumwandlung (ein neuer Stoff mit neuen Eigenschaften ist entstanden) als auch eine Energieumwandlung (Wärme und Schall wurden abgegeben) statt finden. Aus elastischem Eisen und gelbem Schwefel ist glänzendes sprödes Eisensulfid entstanden. Die Reaktion verläuft unter Energieabgabe (exotherm).

Eisen + Schwefel --> Eisensulfid

Fe + S --> FeS

Dieser Versuch ist als Video auf youtube zu sehen.
Über den Versuch kann man im Forum von Versuchschemie diskutieren.

Anmerkungen:

[1] Der Pfeifton wird durch Kondensieren und Verdampfen des Schwefels ausgelöst. Die Tonhöhe ist abhängig von der Länge des Reagenzglases.
[2] Die Kugeln entstehen aus der Schmelze (s. Video) und FeS schmilzt bei ca. 1200 °C. Die Reaktion führte also zu Temperaturen von ¨ber 1200 °C!

Links:

  • Reaktion von Magnesium mit Schwefel
  • Reaktion von Zink mit Schwefel
  • Reaktion von Kupfer mit Schwefel
  • Reaktion von Silber mit Schwefel
  • Metalle reagieren mit Schwefel, mehrere Experimente auf Professor Blumes Server.

    Markus Klawonn, 17. Februar 2011