Windrad (5m) Kilva Kivinje



Vorgeschichte:

Im Mai 2009 fuhr ich zum ersten Mal nach Kilwa Kiwinje, um ein Lehmbauprojekt zu beginnen. Schnell fand ich aber heraus, dass es wichtigeres zu tun gab. Es stelle sich heraus, dass eine staatliche Organisation bereits einen neuen 50 Meter tiefen Brunnen gebohrt hatte, der in der Lage ist 4000 l in der Stunde zu liefern. Der Brunnen befindet sich 2 km vom Dorf entfernt und ist bereits über eine Leitung mit dem Dorf verbunden. Sogar eine Pumpe ist bereits im Brunnen installiert. Das Projekt ist allerdings aus finanziellen Gründen eingestellt worden, es fehlten etwa 7000 Euro für den Stromanschluss. So beschloss die Trinkwasserhilfe ein Windrad zu bauen um den Strom zu erzeugen.

Ausführung:

Die Pumpe hat eine Leistung von 1,5 KW. Das Windrad ist mit einem Durchmesser von 5 m stark überdimensioniert, um auch bei geringem Wind die Pumpe am laufen zu halten. Da sich in diesem Gebiet Bäume befinden, muss der Turm mindestens 8 m hoch sein, er soll aus 2 Teilen bestehen (5 m Holz und 3 Meter Stahl). Bis auf den Generator sollten alle Teile in Kilwa Kiwinje erhältlich sein.

Abbildung 1: Diese 3m Fachwerkkonstuktion ist nur der obere Teil des gesamten Turmes, er besteht aus Bewehrungsstahl und drei Stahlprofilen, die Turmplatte stammt aus einer alten Ofentür.

Abbildung 2: Die 22 mm Welle stammt aus einem alten Auto, die Lager sind in Holz eingelassen und werden so später an der Konstruktion befestigt.

Abbildung 3: Die Flügel werden später an den 50 cm langen ¾ Zoll Wasserrohren befestigt. Das Gehäuse besteht aus 4 mm Stahl von einer alten Ofenplatte.

Abbildung 4: Komplett.

Abbildung 5: Die Flügel wurden mit einem Hobel (manuell) in eine aerodynamisch günstige Form gebracht.

Abbildung 6: Rohr und Holzflügel sind über ein gebogenes 1 mm Stahlblech miteinander verbunden.

Hier der erste Test als Avi-Film.



Weiter Schritte:

Im Oktober 2009 wird die nächste Gruppe unter Leitung von Martin Benecke den Generator installieren. Bis dahin wird das Dorf bereits einen 5 m hohen Holzturm mit einer Plattform gebaut haben, auf dem dann das Windrad installiert wird.